A modern family...

in Bünde vor meiner Kamera!

 

 

Manuela schrieb mir eine E-Mail mit den Sätzen: wir möchten Familienfotos machen und meinem Vater eins davon zu seinem 80. Geburtstag einrahmen und schenken. Tolle Idee, fand ich. Am Samstag nach Weihnachten war es dann so weit. Wir, Manuela, ihre Geschwister mit jeweils Kindern & Partnern, und ich trafen uns im Wiehengebirge zum Shooting. Da ich ausschließlich Outdoor fotografiere und es auch in unseren Breitengraden im Dezember etwas frischer ist, oder es zumindest (zum Glück) keine 20° Grad hat, haben wir zu Beginn unseres Shooting einen kleinen Anstieg im Wiehengebirge auf uns genommen, sodass allen warm wurde. Wie mir dann berichtet wurde, hat Manuela ihre Familie nur sehr kurzfristig darauf vorbereitet, das sie im dünnen weißen Hemdchen im Dezember draußen vor meiner Kamera stehen dürfen. Das nenne ich mal Einsatz! Ich, warm eingepackt mit Schal und Mütze tastete mich also vor, was so die Stimmung innerhalb der Familie angeht. Wie bei, fast, jedem Familienshooting sind es die Damen, die sich voller Vorfreude mit mir unterhalten und die ein oder andere Shootingidee mit mir austauschen. Der allgemeine Mann denkt: los geht's - umso schneller habe ich es hinter mir.

 

Ich hatte einen klaren Auftrag. Ich teilte der 13 kopfstarken Familie meine Ideen für das heutige Familienshooting mit. Alle nickten freudig und dann ging es auch schon los. Alle sortierten sich nach der Familien Zusammengehörigkeit und ich knipste schon mal unbeobachtet drauf los. Solche Momentaufnahmen sind doch am Schönsten. Aber es sollte ja ein vorzeigbares Familienfoto entstehen, was bei Opa auf dem Kaminsims sich gut macht. Als dann alle Augen auf mir ruhten, drückte ich den Auslöser durch. Was viele nicht wissen, ist das man als Fotografin auch immer ein bisschen Entertainer ist. Also machte ich mir die während des Aufstiegs gesammelten Informationen zu Nutze und fing an zu reden und scherze zu machen. Ich bin immer sehr roh, wenn die Gesichter sich dann entspannen, gelacht wird und ich in kein Fettnäpfchen trete. Wie Ihr seht, hat das auch dieses Mal wieder sehr gut funktioniert:

So! Familienfoto im Kasten. Jetzt kann es doch nach Hause gehen, dachte sicher der ein oder andere. Die Damen der Familien hatten allerdings, wie bereits mir gegenüber geäußert (ihren Männern allerdins nicht ?!) noch ein paar Ideen und ich freute mich auf kleinere, intimere Bildkonstellationen. Nochmal zur Erinnerung: es ist Dezember und kalt. Ich kann nur meinen Hut ziehen vor Manuelas Familie. Es sind ganz wunderbare Familienfotos entstanden, sodass sich für jeden in der Familie der Aufstieg, das Frieren und Bibbern gelohnt haben. 

Eine besondere Herausforderung war dieser kleiner Mann (und auch ein bisschen der große Mann...). Irgendwie hat meine Kamera ihn (also den Kleinen!) dazu veranlasst, seine Zunge so weit wie möglich rauszufahren und sie erst wieder reinzuholen, sobald ich meine Kamera weg getan habe. Da muss man dann andere Geschütze auffahren. Sowas wie zum Beispiel: die Fotografin versteckt sich im Wald und schießt ihre Fotos von dort aus oder Papa lenkt den kleinen Mann ab, sodass solche natürlichen Fotos entstehen (ich finde sie einfach nur toll!):  

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